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Logistikimmobilien
fender Strukturwandel und die großen Industrieanlagen der Stadt Gelsenkirchen zu realisieren – es lässt neue ge-
sind überwiegend verschwunden. Zurückgeblieben sind werbliche Flächen auf diesem geschichtsträchtigen Areal
ausgedehnte und oftmals zentral gelegene Areale, die nun entstehen und trägt zur Attraktivitätssteigerung des Stadt-
ungenutzt brachliegen. teils bei. Das geschieht nicht zuletzt durch die hohe Um-
feldverträglichkeit der Immobilie und die Umsetzung di-
Neue Perspektiven verser Nachhaltigkeitsmaßnahmen“, führt Martin Birkert,
für traditionsreichen Standort Chief Country Officer Germany bei der MLP Group, aus.
So werden am Standort den hohen ESG-Standards des
Das galt auch für das rund 120.000 Quadratmeter große Unternehmens entsprechend Photovoltaikanlagen instal-
Gelände des ehemaligen Thyssen-Drahtwerks in Gelsen- liert, Dächer und Fassaden teilweise begrünt und Grün-
kirchen, Nordrhein-Westfalen. Dort wurden seit Mitte des flächen als Well-Being-Bereiche gestaltet. Großzügige,
19. Jahrhunderts Güter produziert und vertrieben, zuletzt helle Büro- und Sozialräume tragen zusätzlich zu einem
war das Areal jedoch weitestgehend ungenutzt. Mittler- attraktiven Arbeitsumfeld bei. Darüber hinaus werden die
weile errichtet dort die MLP Group, ein auf Brachflächen Hallen im Osten des Parks das denkmalgeschützte Thys-
spezialisierter Entwickler, Eigentümer und Manager von sen-Drahtwerk nicht überragen. Damit stellen sie auch
hochwertigen Gewerbe-, Industrie- und Logistik-Parks, für die angrenzende Wohnbebauung keinen Störfaktor
den MLP Business Park Schalke. Der Multi-User-Gewer- dar.
be-Park wird nach Fertigstellung über mehr als 72.000
Quadratmeter Mietfläche verfügen und flexibel teilbare Komplexe Anforderungen meistern
Einheiten bieten, die sich besonders für KMU eignen.
„Wir freuen uns, dieses Projekt in enger Abstimmung mit Die Revitalisierung eines Brownfields, wie sie in Gelsen-
kirchen erfolgt, bietet zahlreiche Vorteile. Infrastrukturen
wie Straßen und Versorgungsleitungen sind in der Regel
bereits vorhanden, was den Erschließungsaufwand deut-
lich verringert. Auch Umwelt und Klima profitieren, denn
die Neunutzung von Brachflächen verhindert zusätzliche
Bodenversiegelung, entlastet bislang unerschlossene Ge-
biete und reduziert den Flächenverbrauch. Für Kommu-
nen bedeutet eine erfolgreiche Revitalisierung nicht nur
die „Wiederbelebung“ einer Brachfläche, sondern auch
die Schaffung neuer Arbeitsplätze, steigende Gewerbe-
steuereinnahmen und eine Stärkung des regionalen Wirt-
schaftsstandorts. Um diese Potenziale zu heben, braucht
es jedoch Fachkompetenz und Erfahrung, denn Brown-
field-Revitalisierungen sind komplex. So befinden sich
auf vielen ehemaligen Industrieflächen Altlasten, wie etwa
Schadstoffe im Boden. Bevor eine Neunutzung möglich
wird, müssen Gutachten erstellt, Sanierungsmaßnahmen
geplant und Genehmigungen eingeholt werden. Ebenso
gilt es, Bestandsgebäude rückzubauen oder in das neue
Konzept zu integrieren.
Martin Birkert erklärt: „Trotz aller Herausforderun-
gen, die die Entwicklung von Brownfield-Projekten mit
sich bringt, ist es zentraler Bestandteil unserer Strategie,
die Ressource Boden schonend zu nutzen und Flächen
sowie etablierte Standorte nachhaltig und zukunftsfähig
zu gestalten. So sind allein in der D-A-CH-Region etwa
70 Prozent unserer Projekte Brownfield-Entwicklungen.
Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt dabei den
gesamten Lebenszyklus. Zudem ist der Einsatz klima-
freundlicher Technologien fester Bestandteil unserer Neu-
bauprojekte, wie auch beim MLP Business Park Schalke,
dessen erste Hallen bereits im vierten Quartal dieses Jah-
res in Betrieb gehen sollen.“
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