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: : Logistikimmobilien
Datenmanagement für
Logistikimmobilien Von Lisa T. Lenz & Prof. Mike Gralla
Abbildung 1:
Analoge
Informationen
Digitalisierung
Virtualisierung/
BIM
Aus Sicht der Informatik sind Daten Repräsentation von miteinander in Relation gebracht werden. Dementspre-
Informationen in Form von Nullen und Einsen. Dabei ist es chend ist eine gewisse Ineffizienz erkennbar, wenn Daten
von elementarer Bedeutung, die Repräsentation der Infor- aufgrund einer fehlenden Verknüpfung keine Korrelation
mationen so zu wählen, dass aus den Daten auch wieder bilden. Hier setzt Building Information Modeling respek-
die repräsentierte Information zurückgewonnen werden tive Management (Kurzform: BIM) an. Dies ist eine mo-
kann. Dieser Prozess der Interpretation von Daten als In- dellbasierte Methode zur effizienten Datenorchestrie-
formation wird daher als Abstraktion bezeichnet. rung in Form eines digitalen Abbildes beziehungsweise
Zwillings des Bauwerks in jeder Lebenszyklusphase. Die
Rund um den Lebenszyklus eines Bauwerks, von der ers-
Überführung von Daten in einen digitalen Zwilling stellt
ten Idee über die Bauphase, während der Betriebsphase,
eine von vielen Digitalisierungsmöglichkeiten dar und
bis hin zum Rückbau bzw. der Revitalisierung werden In-
wird auch als Virtualisierung bezeichnet (siehe Abb. 1).
formationen in unterschiedlichster Form generiert. Das
damit einhergehende Spektrum an Informationen wird in Dabei liegt der wesentliche und entscheidende Unter-
verschiedenen Formen respektive Formaten gesammelt, schied zwischen der konventionellen Art ein Projekt ab-
bearbeitet, dokumentiert und reicht von der Informati- zuwickeln (digitale Pläne 2D, 3D, PDF-Dateien, etc.) und
onsverarbeitung in Form von Daten in einer Word-Datei dem digitalen Planen und Bauen mit BIM in der Ausge-
bis hin zu visuellen Planungen in einer CAD-Software. staltung eines digitalen Zwillings. Eine einfach visuelle
Dementsprechend entsteht rund um den Lebenszyklus Darstellung auf Basis eines geometrischen Bauwerksmo-
eines Bauwerks eine Vielzahl an Informationen in Form dells, steht hierbei einem digitalen Zwilling gegenüber,
von Daten, welche in diversen Dateiformaten und zu ver- der auf einem Bauwerkinformationsmodell basiert und
schiedenen Zwecken verarbeitet werden. Die Essenz der mit sämtlichen, für den Betrachtungsfall relevanten In-
Problematik liegt hierbei in der Vielzahl an unterschied- formationen, also einer Art Datenbank, verbunden ist.
lichen Dateiformaten, die nicht oder lediglich teilweise Dieser kann bei durchgängiger Implementierung der In-
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