Page 53 - LogReal.direkt_Ausgabe_4_2021
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Logistik


           Hardwareseitig umfasst das System insgesamt 82 Ka-  mit dem aus dem Speditionssystem importierten Soll-
           meras – darunter auch Panorama-Kameras für eine   Wert. Zum Nachweis lässt sich direkt ein Dokument mit
           gute  Flächenübersicht  –  sowie  intelligente  Aufzeich-  Bild und Abmessungen generieren und versenden. „Der
           nungstechnik. Die Kameras sorgen für hochauflösende,   Messvorgang geht deutlich schneller als früher“, erläu-
           detailgenaue  Aufnahmen  des  gesamten  Innen-  und   tert der Speditionsleiter. „Die Mitarbeiter im Büro er-
           Außenbereichs. Erfasst werden die Bilder in der Soft-  halten mit wenigen Klicks einen validen Messwert, und
           ware CargoVIS. Das Tool führt relevante Informationen   die Fahrer müssen das Verladen nicht unterbrechen. Ein
           zu einer Sendung zusammen: die Scandaten aus dem   weiterer Vorteil der Technik liegt darin, dass wir die Di-
           ERP-System bzw. der Speditionssoftware, welche die   mensionen einer Sendung auch dann noch zuverlässig
           Mitarbeiter beim Be- und Entladen sowie beim Einsor-  bestimmen können, wenn sie die Halle längst wieder
           tieren in die Lagerplätze via Scangerät erheben, und die   verlassen hat.“ Entsprach früher eine Sendung nicht den
           von den Kameras aufgezeichneten Videodaten. Indem   vereinbarten Maßen, musste ein Mitarbeiter mit dem
           die Software die Daten automatisiert verknüpft, hinter-  Zollstock nachmessen und die Übergröße per Foto doku-
           lässt jede Sendung bei jedem Scan einen digitalen Fuß-  mentieren. Mehrkosten ließen sich dennoch nicht ver-
           abdruck. So entsteht ein Bewegungspfad, der sich über   meiden, denn das manuelle Maßnehmen ist ungenau
           die Videobilder lückenlos verfolgen lässt – angefangen   und somit nicht beweiskräftig. Den Prozess per Video-
           bei der Entladung über das Durchlaufen der Halle bis   management-Lösung zu digitalisieren, hat für Emons
           hin zu Verladung und Weitertransport. Um herauszu-  Beweissicherheit geschaffen. Neben dem Volumen lässt
           finden, wo sich ein bestimmtes Packstück befindet, gibt   sich über den Scan des Packstücks auch das genaue Ge-
           der Fahrer einfach die Sendungsnummer auf einem   wicht jederzeit nachvollziehen. Denn in der Scan-Zone
           Fahrercomputer in CargoVIS ein. Damit ruft er die ent-  ist eine der Kameras direkt auf das Display einer Waage
           sprechenden Kamerabilder auf und weiß, wie das Pack-  gerichtet, über die alle Packstücke laufen, und zeich-
           stück aussieht. Das erleichtert und beschleunigt die   net den Wiegevorgang auf. Der Wiegezeitpunkt wird in
           Suche erheblich.                             CargoVIS gespeichert und das entsprechende Videobild
                                                        des Waagen-Displays lässt sich bei Bedarf abrufen. Des
           „Außerdem haben wir eine weitere Herausforderung   Weiteren sorgt die Software auch im Bereich Haftungs-
           gelöst, die uns tagtäglich beschäftigt hat: das  Ver-  übergang und Schadensdokumentation für eine klare
           messen  von  Sperrgut“,  so  Stephan  Schwarz.  Um  das   Beweislage.
           Volumen sperriger Packstücke zu ermitteln, nutzt
           Emons das Software-Modul Scale+. Es greift auf das
           aufgezeichnete Videomaterial zu und erlaubt so dem
           kaufmännischen Personal, das Volumen digital zu be-
           rechnen. Hierzu wählt der Mitarbeiter ein Bild aus, auf
           dem das Packstück gut zu sehen ist, und markiert die
           Umrisse in Höhe, Breite und Tiefe. Daraufhin berechnet
           die Software das Volumen – und vergleicht den Ist-Wert
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