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Bundesstraßen und die A31 routen zu können“, so transport im Hafen des GVZs. Ein kleinerer Teil erreicht
Wocken. Und was die logistischen Kapazitäten des das Werk per Lkw, über die Bahn und den kombinier-
Standorts Dörpen betrifft, so kann Hermann Wocken ten Verkehr. Die prozentuale Aufteilung sieht wie folgt
mit dem vor Ort angesiedelten trimodalen GVZ Emsland aus: Binnenschiff 87 %, Lkw 10 %, Bahn/kombinierter
punkten, dem größten und leistungsstärksten GVZ des Verkehr 3 %. Der Warenausgang wird zu 71 % per Lkw,
Landes Niedersachen. „Als zentrale Logistik-Drehschei- 21 % per Binnenschiff und 8 % per Bahn/kombinierter
be für kombinierte Verkehre und als multifunktionale Verkehr abgewickelt.“
Schnittstelle zwischen Wasser/Schiene/Straße spielt
„Wir können Wirtschaft – und auch Hochregale“
das Güterverkehrszentrum (GVZ) Emsland eine sehr
wichtige Rolle für UPM Nordland Papier“, verdeutlicht Für den Dörpener Bürgermeister Hermann Wocken ist
Werkleiter Klaus Reimann. „Die trimodale Verkehrsan- die gute Zusammenarbeit mit UPM ein Paradebeispiel
bindung über das europäische Schienen-, Fernstraßen- für gemeinsames Wachstum. „Wir können Wirtschaft“,
sowie Binnenwasserstraßennetz, überdachte Hallen- so der selbstbewusste CDU-Politiker, der über einschlä-
lagerflächen, der Hafenumschlag, die Werkstätten mit gige Wirtschaftserfahrung verfügt. „Das hat sich auch
diversen Reparaturdienstleistungen sowie die Depot- gezeigt, als es um die Standortauswahl für die Tesla
haltung für Überseecontainer integrieren sich hervorra- Gigafabrik in Deutschland ging. Dörpen wurde nur
gend in unsere Logistikkette.“ knapp von Grünheide geschlagen, was einerseits
schmerzt, uns aber andererseits das Selbstvertrauen
Welche Mengen UPM Nordland Papier im Warenein-
gibt, einen neuen Versuch mit dem Immobilienentwick-
und -ausgang stemmen muss, verdeutlicht Werkleiter
ler Verdion zu wagen.“ Wie LogReal.Direkt berichtete,
Klaus Reimann mit folgenden Zahlen: „Wir produzieren
hat die Samtgemeinde Dörpen Anfang 2020 einen Ver-
auf insgesamt vier Papier- und zwei Streichmaschinen
trag mit Verdion über die Entwicklung von 100 Hektar
jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen ungestrichene und
Flächen im GVZ Emsland abgeschlossen. „Wir wollen
gestrichene Schreib- und Druckpapiere sowie Spezial-
dort Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel,
papiere. Dazu müssen Rohstoffe wie Zellstoff und Pig-
E-Commerce, Logistik und Light Industrial ansiedeln“,
mente beschafft werden. Zum allergrößten Teil werden
so Wocken. Auch vor der eventuellen Errichtung eines
die Wareneingänge per Binnenschiff im Hafen des GVZs
Hochregallagers scheut die Samtgemeinde nicht zu-
angeliefert. Durchschnittlich sind fünf Schiffe auf der
rück. „Das ist geklärt, es gibt keine Widerstände oder
Bundeswasserstraße Ems unterwegs. Diese versorgen
Probleme, wenn bei uns ein Unternehmen in die Höhe
die Fabrik mit Rohstoffen und sorgen für den Container-
bauen möchte“, stellt der Bürgermeister klar.
Details über das Projekt im GVZ Emsland, den Standort
und die Akteure erfahren Sie auf den Folgeseiten.
UPM-Werk im
GVZ Emsland
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